
Handlaminat
Die manuelle Laminierung ist ein traditionelles, weit verbreitetes Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen, bei dem die Harze mit Handwerkzeugen – beispielsweise Walzen und Pinseln – zwischen die Fasern von Verstärkungsgeweben unterschiedlicher Struktur (gewebt, gestrickt oder genäht) imprägniert werden.
Anschließend werden die Laminate in der Regel unter normalen Umgebungsbedingungen bei Raumtemperatur vernetzt.
Das Verfahren bietet außergewöhnliche Gestaltungsfreiheit und ermöglicht die Herstellung komplexer, individueller oder großformatiger geometrischer Formen.
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Verwendbare Materialien
Bei diesem Verfahren können verschiedene Harzsysteme eingesetzt werden, darunter:
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Epoxid
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Polyester
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Vinylester
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Phenolharze
Als Verstärkungsmaterial werden in der Regel Glasfasern, Kohlenstofffasern (Kohlefasern) und in speziellen Anwendungen Naturfasern (z. B. Flachsfasern) verwendet.
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Vorteile des Verfahrens
Weit verbreitete Technologie: Zuverlässiges Herstellungsverfahren mit jahrzehntelanger industrieller Erfahrung.
Flexible Anwendbarkeit: Es steht eine große Auswahl an verschiedenen Harz- und Verstärkermaterialkombinationen zur Verfügung.
Geringe Werkzeugkosten: Durch die Verwendung von bei Raumtemperatur vernetzenden Harzen lassen sich die Investitionskosten minimieren.
Große Gestaltungsfreiheit: Auch für die Herstellung von Einzelteilen, Kleinserien oder Bauteilen mit komplexer Geometrie geeignet.
